Magnesiumtabletten helfen erst nach 4 Wochen. So lange dauert es, bis das durch Nahrung oder Supplemente zugeführte Magnesium dem Körper zur Verfügung steht und Muskelkrämpfe vermeiden kann.

Bei einem Muskelkrampf zieht sich die Muskulatur plötzlich stark zusammen. Und das schmerzt! Wie ein Drittel der Bevölkerung aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Die Theorien für das Phänomen reichen von einer Unterversorgung des Muskels mit Nährstoffen wie Magnesium (häufigste These), Calcium oder Kochsalz über eine spontane Störung der Nervenimpulse bis hin zu Beeinträchtigungen der Blutzirkulation durch zu enge Socken. Das vorwiegend in den Knochen gespeicherte Magnesium ist für die Erregungsleitung des Nervensystems und damit für die Muskelarbeit wichtig. Der Tagesbedarf an Magnesium beträgt 300 bis 400 Milligramm. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung deckt diesen Bedarf über ihre normale Ernährung mit magnesiumhaltigen Vollkorn- und Milchprodukten, Nüssen und Erbsen etc. ab – 30 Prozent aber nicht!

Ausser dem Herzmuskel können prinzipiell alle 650 Muskeln des Menschen von Krämpfen betroffen sein. Besonders krampfanfällig ist die quergestreifte Skelettmuskulatur – insbesondere die hintere Oberschenkel- und Wadenmuskulatur sowie die Muskeln des Fussgewölbes. Neben einer magnesiumhaltigen Ernährung kann regelmässiges Dehnen das Auftreten oder die Dauer der Muskelkrämpfe reduzieren.